AI Basics – Text / Chat


Grundlagen der Textgenerierung mit LLMs

Große Sprachmodelle (LLMs) wie GPT analysieren Muster in riesigen Mengen von Textdaten und erzeugen daraus neue, sprachlich kohärente Inhalte. Sie arbeiten probabilistisch – also auf Basis von Wahrscheinlichkeiten – und versuchen vorherzusagen, welches Wort sinnvoll als nächstes folgt.
Wichtig: Ein LLM kennt nur Informationen bis zu seinem letzten Trainingszeitpunkt. Neuere Ereignisse oder Entwicklungen sind ohne Webzugriff nicht im Modell enthalten.


Unterschied zwischen ChatGPT und einer Suchmaschine

Eine Suchmaschine wie Google durchsucht das Internet und liefert Links zu Webseiten, die relevante Informationen enthalten. ChatGPT hingegen erstellt eigenständige Antworten, indem es Wissen, Muster und Sprachstrukturen aus seinem Trainingsmaterial kombiniert.
Während Google aktuelle Quellen liefert, kann ChatGPT Inhalte formulieren, strukturieren, erklären und kreativ neu zusammensetzen. Kurz gesagt: Google findet Informationen, ChatGPT verarbeitet sie zu Text.

Dieses Bild wurde mittels AI erzeugt.

Einstieg in die Textgenerierung mit ChatGPT – Erste Schritte

1. Einfache Fragen stellen
Du kannst mit einer einfachen Frage beginnen und direkt hilfreiches Feedback oder eine kurze Erklärung erhalten.

Prompt: „Erkläre mir in einfachen Worten, was Künstliche Intelligenz ist.“

Ergebnis: „Künstliche Intelligenz (KI) ist die Fähigkeit von Computern oder Programmen, Aufgaben zu erledigen, für die normalerweise menschliches Denken nötig wäre. Dazu gehören Dinge wie Lernen, Entscheiden oder Muster erkennen. KI hilft dabei, Prozesse zu automatisieren und Informationen schneller zu verarbeiten.“

2. Nutzung der Websuche
Mit aktivierter Websuche kann ChatGPT aktuelle Daten aus dem Internet abrufen – ideal für Recherchen, Faktenchecks oder aktuelle News.

3. Durchdachte Texte erstellen (z. B. Businessplan – mit Reasoning-Modellen)
Reasoning-Modelle ermöglichen tiefere Analyse- und Denkprozesse. Sie können komplexe Aufgaben strukturieren, Argumente entwickeln oder strategisch planen – perfekt für Konzepte, Businesspläne oder Problemlösungen.

4. PDF-Erstellung mit ChatGPT
ChatGPT kann Inhalte direkt als PDF generieren – ideal für Präsentationen, Dokumente oder Handouts.

5. Projekte erstellen + PDFs mit eigenen Infos
Du kannst langfristige Projekte anlegen, eigene Dateien wie PDFs hochladen und ChatGPT damit arbeiten lassen, um Inhalte zu analysieren, zusammenzufassen oder weiterzuentwickeln.

6. Social-Media-Beiträge erzeugen
Ob Tweets, LinkedIn-Posts oder Instagram-Captions – ChatGPT kann schnell ansprechende und zielgruppenspezifische Social-Media-Texte produzieren.


Prompts: Die Basis der Textgenerierung

Was ist ein Prompt?

Ein Prompt ist die Eingabe, mit der du ChatGPT steuerst – also deine Anweisung, Frage oder Aufgabe. Er definiert, was das Modell tun soll, in welchem Stil und mit welchen Informationen.
Gut formulierte Prompts führen zu klareren, präziseren und qualitativ besseren Ergebnissen. Kurz: Ein guter Prompt macht den Unterschied.

Prompt Engineering – Optimierung deiner Anweisungen

Prompt Engineering beschreibt die Kunst, Prompts so zu gestalten, dass ein Modell konsistente, genaue und hilfreiche Ergebnisse liefert. Dazu gehören Strukturierung, Rollenvergabe (z. B. „Du bist ein Marketingexperte“), klare Ziele, Formatvorgaben und Kontext.
Durch iterative Verbesserungen lässt sich ein Prompt Schritt für Schritt optimieren. Auf diese Weise entstehen verlässliche Workflows für wiederkehrende Aufgaben.
Je besser die Anleitung, desto besser das Ergebnis – Prompt Engineering ist somit eine Kernkompetenz im Umgang mit KI.

Der „optimale“ Prompt

Wie beschrieben ist Prompt Engineering ein iterativer Prozess. Nichts desto trotz wird das Ergebnis besser je präziser der Prompt beschrieben ist. Folgende Struktur dient als Vorlage wie du einen Prompt am besten aufbaust:

###Aufgabe:

Hier beschreibe ich klar und direkt, was die KI tun soll. Es ist die eigentliche Arbeitsanweisung. Je präziser die Aufgabe formuliert ist, desto besser ist das Ergebnis.

###Kontext:

Der Kontext liefert Hintergrundinformationen – also warum ich die Aufgabe stelle oder in welchem Zusammenhang das Ergebnis später genutzt wird. Dadurch kann die KI das Ergebnis besser anpassen.

###Beispiele:

Beispiele dienen der Orientierung. Sie zeigen der KI, wie das gewünschte Ergebnis ungefähr aussehen soll. Je konkreter die Beispiele, desto genauer wird die Antwort.

###Format:

Hier definiere ich, in welcher Struktur, Länge oder Form das Ergebnis präsentiert werden soll (z. B. Liste, Tabelle, Markdown, Länge, Schreibstil).

###Persona:

Mit der Persona gebe ich der KI eine Rolle, aus deren Perspektive sie antworten soll – z. B. „Marketingexperte“, „Lehrer“, „Entwickler“. Das beeinflusst Ton, Fachniveau und Herangehensweise.

###Ton:

Der Ton legt fest, wie sich die Antwort anfühlen soll: professionell, locker, motivierend, humorvoll etc.


Beispiel

###Aufgabe:

Schreibe eine kurze Produktbeschreibung für einen fiktiven smarten Wasserkocher.

###Kontext:

Die Produktbeschreibung soll in einem Online-Shop erscheinen und Kundinnen und Kunden schnell vom Nutzen des Produkts überzeugen.

###Beispiele:

Beispiel für den Stil:
„Der SmartKettle X erhitzt Wasser in Rekordzeit und lässt sich bequem per App steuern.“
Beispiel für die Elemente:
– Features
– Vorteile
– kurzer emotionaler Einstieg

###Format:

3–5 Sätze, Absatz in Markdown, keine Aufzählung.

###Persona:

Du bist ein professioneller E-Commerce-Texter mit Fokus auf einfache, klare und verkaufsorientierte Beschreibungen.

###Ton:

Modern, leicht werblich, klar und verständlich.

Mögliches Ergebnis: Der SmartBoil Pro bringt dein Wasser in wenigen Sekunden zum Kochen und lässt sich bequem über eine App oder per Sprachsteuerung bedienen. Dank präziser Temperatureinstellungen ist er perfekt für Tee, Kaffee oder Babyfläschchen geeignet. Die automatische Warmhaltefunktion sorgt dafür, dass dein Wasser immer bereit steht, wenn du es brauchst. Ein smarter Wasserkocher für alle, die Komfort und Effizienz lieben.


Prompts als Grundlage aller KI-Disziplinen

Ob Text, Bild, Audio, Video oder Datenanalyse – nahezu alle modernen KI-Funktionen werden über Prompts gesteuert. Wer gute Prompts beherrscht, legt den Grundstein für effektive Arbeit mit KI in sämtlichen Bereichen.
Prompts sind somit das Fundament, auf dem alle weiteren AI-Skills aufbauen.


Use Cases & Tools

Im Unterpunkt „Use Cases“ findest du eine kompakte Übersicht typischer Anwendungsfälle für „AI Basics – Text / Chat“. Diese Beispiele zeigen dir, wie vielseitig Texte mit KI erstellt, optimiert oder automatisiert werden können.

Unter „Tools“ stelle ich dir eine Auswahl weiterer KI-Werkzeuge neben ChatGPT vor. Jedes Tool wird kurz erklärt, inklusive seiner Stärken, Besonderheiten und typischen Einsatzszenarien. So findest du schnell heraus, welche Alternativen oder Ergänzungen zu deinem persönlichen KI-Workflow passen.